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Technische Austrocknung nach Brand- und Wasserschäden
- eine kostengünstige und umweltfreundliche Sanierungsalternative -
 

Wer den Schaden hat, braucht für den .................................................

Im Rahmen der Vielzahl möglicher Feuchtigkeitsschäden in und an Gebäuden sind es insbesondere Leitungswasser- und Löschwasserschäden, denen wir in unserem heutigen Thema aufgrund der Häufigkeit ihres Auftretens und der unterschiedlichen Ausprägung einmal unser besonderes Augenmerk widmen wollen. Allein in der Bundesrepublik ereignen sich nach Angaben des Verbandes der Deutschen Schadenversicherer Jahr für Jahr über eine Million Leitungswasserschäden und über eine halbe Million Feuerschäden. Letztere zählen zu der Kategorie von Schadensereignissen, die all zu oft mit einen Löschwasserschaden einhergehen. Architekten, Sachverständige, Sanierungsfirmen, Eigentümer, Juristen und Versicherungen wissen um die Schwierigkeiten, wenn es darum geht, insbesondere Feuchteschäden in den Griff zu bekommen, d.h. richtig zu bewerten und zu beseitigen. Die am Markt vorhandenen Möglichkeiten zur Bewältigung der Feuchtigkeitsprobleme werden nur unzureichend genutzt. Nässe in Bauwerken wird in vielen Fällen einfach als gegeben hingenommen, oberflächlich und meist mit veralteten Trocknungsmethoden bekämpft. Dabei wird viel zu häufig noch auf die stets beliebte Methode einer Trocknung der feuchten Bausubstanz durch Heizen zurückgegriffen, was letztendlich nur zu einer Verlagerung der Feuchtigkeit, nicht aber zu deren Beseitigung und somit zu einer Lösung des Problems führt. Daß es auch anders geht, beweisen qualifizierte Austrocknungs- und Reinigungsunter-nehmen mit ihren Produkten und Dienstleistungen bei ihrer täglichen praktischen Arbeit.

Allgemeines

Die technische Austrocknung findet dort ihre gezielte Anwendung, wo aufgrund eingetretener Wasserschäden die Gefahr einer Durchfeuchtung von Gebäuden, Bauteilen und Inventar besteht oder die Feuchtigkeitseinwirkung in genannten Bereichen bereits stattgefunden hat. Selbst nach vollzogener Erst- bzw. Sofortmaßnahme bleibt nach dem Ableiten oder Abpumpen der großen Wassermassen immer ein Anteil Restfeuchtigkeit, der in Flachdach-, Wand-, Decken- und Fußbodenaufbauten sowie Mobilar- und Einrichtungs-gegenstände eindringt oder eindringen kann. Die technische Austrocknung erlaubt nach Eintritt derartiger Schadensereignisse, die problemlose und vollständige Austrocknung der vorhandenen und bereits in die Gebäudesubstanz eingedrungenen Feuchtigkeit, wo ein natürlicher Austrocknungsprozess aufgrund herrschenden bauphysikalischen Bedingungen, nur schwer oder überhaupt nicht und somit für den Geschädigten innerhalb eines zumutbaren Zeitraums zu vollziehen ist. Das gilt im besonderen Maße für in Dämmschichtzonen gelangte Feuchtigkeit. Dampfdiffusionssperren verhindern hier in starkem Maße den natürlichen Austrocknungsprozess; ein Entweichen der Feuchtigkeit ist nur unter Zuhilfenahme eines technischen Austrocknungssystems überhaupt möglich.
 
Durch den raschen Einsatz einer Austrocknungstechnik lassen sich Folgeschäden wie Schwamm- und Schimmelbildung, Stockflecken, Korrosion, Verziehen von Holzteilen etc. vermeiden. Die Anwendung eines Technischen Austrocknungssystems weist gegenüber einer Totalsanierung als mögliche Alternative eine Kostenersparnis von weit über 50% auf und bietet zudem die Möglichkeit, sämtliche Oberbeläge zu erhalten und die Räumlichkeiten aufgrund der Auslagerung der Hauptgerätschaften (bei einer Estrich-Dämmschichttrocknung) weiterhin zu nutzen.
 
Der Einsatz einer patentierten Filtertechnologie trägt wesentlich dazu bei, daß im Rahmen durchgeführter Trocknungsmaßnahmen gesundheitsschädigende Mineralfasern nicht in die Umgebungsluft gelangen und somit einen negativen Einfluß auf die Wohn- und Arbeitswelt ausüben können.
 
Zweifelsfrei sind eingetretene Wasserschäden immer eine unangenehme und nicht wünschenswerte Angelegenheit für die Betroffenen. Entgegen einer Komplettsanierung mit dem damit verbundenen Herausreißen ganzer Fußboden- bzw. Flachdachaufbauten tragen technische Austrocknungsmaßnahmen wesentlich dazu, daß sich der typische Baustellencharakter, wie er bei einer vollständigen Erneuerung der feuchtgeschädigten Bereiche üblicherweise anzutreffen ist, nicht einstellt.

Sofortmaßnahmen zur Schadenminderung

Sofortmaßnahmen stellen unter dem Gesichtspunkt der Schadensminderung ein probates Mittel dar, den eingetretenen Schaden in seinem Ausmaß erheblich zu begrenzen und somit auch der Obliegenheitspflicht gegenüber dem Versicherer zu genügen. Zu den Erstmaß-nahmen zählen bei Wasserschäden (Löschwasserschäden) unter anderem:

  • Einrichten einer Notstromversorgung auf Drehstrombasis;
  • Quantitative und qualitative Bestimmung des Chloridgehaltes;
  • Aufstellen von Luftentfeuchtern zur Schaffung eines chloridfreien Raumklimas nach Brandschäden, um Salzsäureniederschläge auf metallischen Werkstoffoberflächen und Folgeschäden wie Korrosion an Maschinen, Anlagen, Einrichtungsgegenständen und Stahlarmierungen zu vermeiden;
  • Konservierung metallischer Gegenstände bei Nichtauslagerung;
  • Austrocknung, Zwischenlagerung, Passivierung und Konservierung bei einem Ausbringen aus der Brandstätte;
  • Aufstellen von Container für eine differenzierte Brand- und Bauschuttentsorgung;
  • Bergen von Mobilar, Teppichen usw. und ggfs. rasche Auslagerung des Inventars in andere trockene Räumlichkeiten;
  • Absaugen von Stehwasser mit leistungsstarken Wassersaugern und Extrak-tionsmaschinen;
  • Anbringen bzw. Verlegen von Schutzfolien auf Gehflächen, um eine Verschleppung der Verunreinigungen aus kontaminierten in nicht kontaminierte Bereiche zu vermeiden;
  • Schutz des Mobilars vor Feuchteeinwirkung durch rasches Hochstellen der betroffenen Gegenstände.

Schadensanalyse

Im Rahmen einer technischen Austrocknungsmaßnahme wird der Vor-Ort-Schadenaufnahme eine zentrale Bedeutung beigemessen. So resultiert aus dem Ergebnis einer Schadensanalyse die Anzahl der einzusetzenden Gerätschaften, die technische Vorgehensweise, die Not-wendigkeit des eventuellen Einsatzes der Thermografie und Radiometrie, die Dauer des Austrocknungsprozesses, einzuleitende Sofortmaßnahmen und die Höhe des Schaden-umfanges. Ferner bildet die Schadensaufnahme die Grundlage für das zu erstellende Angebot. Im einzelnen umfasst die Schadensaufnahme nachstehende Positionen:

  • Diagnose der Schadensursache;
  • Bestimmung des Schadenumfanges durch Feuchtigkeitsmessungen nach dem elektrischen Widerstandsmessverfahren, d.h. die flächenmäßige Eingrenzung des Schadens und die Bestimmung kapillar im Mauerwerk aufgestiegener Feuchtigkeit;
  • Feststellung des Durchfeuchtungsgrades;
  • Die Untersuchung des Fußbodenaufbaus im Hinblick auf das Vorhandensein von Dämmmaterial und deren Bestimmung;
  • Die Überprüfung der Dämmmaterialien hinsichtlich der Wiederherstellung der ursprünglichen Wärme- und Trittschalleigenschaften durch eine technische Austrocknung;
  • Die Bestimmung der Estrichart und der Nenndicke;
  • Die Untersuchung der Oberbeläge bezüglich der Möglichkeiten einer Oberbelagserhaltung;
  • Festlegung der technischen Vorgehensweise einschließlich einer in Betracht kommenden Auslagerung der Hauptaggregate;
  • Lokalisierung einer Fußbodenheizung;
  • Überprüfung der Einsatzmöglichkeiten der Thermografie bei Undichtigkeiten im Rohrleitungssystem;
  • Prüfen einer eventuell notwendigen Teppich- und Polsterreinigung;
  • Einleiten von Sofortmaßnahmen;
  • Eruieren besonderer Vorkehrungen nach Brandschäden.

Leckageortung

Bei der Ortung verdeckt liegender Leitungen hat sich die Infrarot-Thermografie bestens bewährt. So kann man mittels thermografischer Untersuchungen nicht nur der Verlauf von Warmwasser-Fußbodenheizungen, Elektro-Fußbodenheizungen und Versorgungsleitungen nachweisen, sondern auch Lecks mit großer Genauigkeit lokalisieren. Wo selbst heute noch in vielen Fällen ganze Heizkreise bzw. Böden und Decken aufgerissen werden, um Leckagen zu orten, ist es möglich, ohne großen Aufwand und erhebliche Kosten derartige Schadstellen durch thermografische Untersuchungen schnell zu finden oder an Stellen, die nicht unmittelbar einzusehen sind, zumindest einzugrenzen. Auch für das Erkennen und Beurteilen von Durchfeuchtungen hat sich die Thermografie als hilfreiches Instrumentarium erwiesen. Sie ermöglicht nicht nur, Lecks an Kalt- und Warmwasserleitungen zu orten, sondern auch Rückschlüsse auf deren Ursache zu ziehen. Im Rahmen der Leckortung hat sich neben der Thermografie mittlerweile auch die elektoakustische Horchglocke bestens bewährt. Auch sie gehört zum Handwerkszeug eines gut ausgestattenden Trocknungsunternehmens.

Luftentfeuchtung nach Brandschäden

Bedingt durch die häufige Verwendung von Kunststoffprodukten (u.a. PVC-Materialien) kommt es im eingetretenen Brandschadenfall bei der Verbrennung solcher Produkte zur Entstehung von chlorwasserstoffhaltigen Gasen, deren Verbindung mit der ohnehin nach Löscharbeiten relativ feuchten Luft zur Salzsäurebildung führt. Durch intensive Rauchentwicklung ziehen Rauchschwaden auch in jene Gebäudeteile, die vom Feuer nicht unmittelbar betroffen sind und verursachen dort zwangsläufig einen aggressiven Salzsäureniederschlag. Die Beseitigung des Löschwassers stellt hier nun nicht das größte Problem dar, sondern die Vermeidung der Schäden, die aus diesen Salzsäureniederschlägen resultieren können: Korrosion an Metalloberflächen, Maschinen, Werkzeugen, elektrischen und elektronischen Anlagen sowie Stahlbetonarmierungen. Im genannten Problemfall, wo zudem erhebliche Mengen Löschwasser auf ein Objekt einwirken, offeriert die technische Austrocknung die Möglichkeit, durch den gezielten Einsatz von Luftentfeuchtungsgeräten unmittelbar nach Schadenseintritt ein trockenes Raumklima aufzubauen, um so einer Salzsäurebildung gleich im Vorfeld Einhalt zu gebieten. Bis zum Eintritt der eigentlichen Sanierungsarbeiten ist durch den Einsatz der Trocknungs-Technologie optimale Vorsorge getroffen: Folgeschäden und die daraus sich ergebenden Mehrkosten bleiben aus.
 
Die Korrosionsproblematik sei am nachstehenden Diagramm einmal eindrucksvoll verdeutlicht:
 
Die Korrosionsgeschwindigkeit von Metallen steigt bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von mehr als 40% rasch an. Polyvinychlorid enthält zwischen 30 und 80% Chlorid. Hitzeeinwirkung führt schon bei einer Temperatur von 120 °C zur Abspaltung gasförmiger Chlorwasserstoffe. Bei ca. 300 °C wird der Kunststoff völlig zersetzt. Der Chlorwasserstoff breitet sich mit den Brandgasen aus und nimmt dabei, begünstigt durch verdampfendes Löschwasser, Luftfeuchtigkeit auf. Dadurch schlägt sich an allen betroffenen Gebäude-teilen, Geräten usw. mit den Brandgasen auch Salzsäure nieder. Diese Chloridbeau-schla-gung führt zu massiver Korrosion. Aus 1 kg PVC entstehen etwa 2 kg Salzsäure der handels-üblichen Konzentration von 30%. Diese Menge ist ausreichend, um hunderte von Quadrat-metern metallischer Oberflächen nachhaltig zu korrodieren.

Die Estrich-Dämmschicht-Trocknung

Das Grundprinzip einer technischen Austrocknung
 
Die technische Austrocknung nach eingetretenen Wasserschäden verkörpert eine Sanierungsmethode, die auf dem sog. Trockenluftverfahren basiert und gekennzeichnet ist durch das Zusammenwirken von Überdruckaggregaten, Kondenstrocknern und Turbo-Gebläsen.
 
Warme, trockene Luft verfügt über die Eigenschaft, besonders viel Feuchtigkeit an sich binden zu können. Aus dieser Erkenntnis lässt sich ein praktischer Nutzen nun dahingehend ableiten, dass in Dämmschichtbereiche eingedrungenes Wasser durch das gezielte Einfluten von Trockenluft binnen kurzer Zeit wieder ausgetragen werden kann.
 
Die eingebrachte trockene Luft reichert sich mit der Feuchtigkeit des Dämmschichtbereichs an und entweicht als feuchte Luft über die Randstreifen (Dehnfugen) oder über zusätzlich geschaffene Entlastungsöffnungen in den Raum. Dort wiederum sorgen installierte DÖLCO-Kondensierungsmaschinen für eine permanente Luftentfeuchtung und letztlich für ein trockenes Raumklima.
 
Dies hat einerseits zur Folge, daß Überdruckaggregate immer in ausreichend trockene Luft für den Einflutvorgang zur Verfügung haben, andererseits das natürliche Ausdiffun-dierungsverhalten feuchtebetroffener Wand- und Deckenbereiche eine entscheidende Beschleunigung erfährt. Trockene Luft sorgt mit ihrem hohen Wasseraufnahmevermögen durch den forcierten natürliche Diffusionsprozeß bei zweckgerichteter Luftumwälzung durch DÖLCO-Turbo-Gebläse eine schnelle Austrocknung der Restfeuchtigkeit.
 
Die tägliche Trocknungspraxis zeigt, daß von unterschiedlichen Stoffen und Materialien aufgenom-menes Wasser an trockene Umgebungsluft rasch und gründllich abgegeben wird. An dieser Stelle sei betont, daß die Anwendung der Trocknungsmethode des Lüftens nur bei äußerst günstigen klimatischen Verhältnissen den gewünschten Trocknungserfolg bringt und der Versuch durch Heizen das Problem in den Griff zu bekommen einer reinen Energieverschwendung gleichkommt. Die wesentlichen und entscheidenden Unterschiede zur energieaufwendigen und materialschädigenden Methode des Heizens liegen klar auf der Hand. Ein besonderer Vorteil der Kondenstrocknung bedeutet die Tatsache, daß man damit sämtliche Bereiche eines Raumes erreichen kann. Im Hinblick auf die Schadensminderung und die Vermeidung von Folgeschäden sollte zu einem möglichst frühen Zeitpunkt nach Schadenseintritt mit der Luftentfeuchtung begonnen werden, um ein ideales Raumklima zu schaffen.

Die Erhaltung der Oberbeläge

Das Technische Austrocknungssystem trägt in sämtlichen Belangen der Erhaltung unterschiedlichster Oberbeläge unter dem Aspekt eines zerstörungsfreien Arbeitens Rechnung. Ein breites Spektrum gezielter Anwendungstechniken und der Einsatz diverser patentierter Werkzeuge erlauben es, allen Anforderungen einer Oberbelagserhaltung gerecht zu werden.
 
Führt die Schadensanalyse zum Ergebnis, daß sich die Oberbeläge noch in einem erhaltenswerten Zustand präsentieren, kann eines der nachstehenden technischen Verfahren Berücksichtigung finden:
 
Das Eckschiebeverfahren
 
Das Eckschiebeverfahren verkörpert eine technische Variante, wenn es nach eingetretenen Wasserschäden darum geht, insbesondere Teppiche und PVC-Oberbeläge zu erhalten. Diese Technik findet in der Regel dort Anwendung, wo der Einsatz der patentierten Schlitzdüsen aufgrund bautechnischer Besonderheiten nicht machbar ist. Wie der Name selbst schon zum Ausdruck bringt, wird die für den Austrocknungsprozess notwendige trockene Luft über 50 mm-Kernlochöffnungen in die Dämmschichten eingeflutet, die sich in Eckbereichen eines Raumes befinden. Vorab wird in zwei Raumecken der Oberbelag, falls verklebt verlegt, sorgfältig vom Unterboden gelöst und nach hinten weggeklappt, um die Vornahme der Bohrungen in einer Weise zu ermöglichen, ohne dass dabei Oberbeläge zerstört werden. Bei Anwendung dieser Verfahrenstechnik gilt es zu beachten, daß in Ermangelung von Dehnfugen zusätzliche 5 mm-Entlastungsöffnungen geschaffen werden müssen, um der feuchten Luft die Möglichkeit für ein Entweichen in den Raum zu geben. Das Eckschiebeverfahren, das sei noch einmal ausdrücklich betont, wird nur dann angewendet, wenn die technische Voraussetzungen für einen Einsatz der zerstörungsfreien Schlitz-düsentechnik nicht vorhanden sind.
 
Das Schlitzdüsenverfahren
 
Das Schlitzdüsenverfahren findet dort Berücksichtigung, wo es um die Erhaltung von Oberbelägen wie PVC, Teppichen, Marmor, Parkett etc. geht. Diese Methode erlaubt ein absolut zerstörungsfreies Arbeiten, da die trockene, warme Luft über bereits vorhandene Dehnfugen eingebracht wird. Im einen oder anderen Falle müssen die Sockelleisten entfernt und die Randfugen freigelegt werden. Die Schlitzdüse wird dann mit der schmalen Lippe in den Randstreifen eingelassen. Der Randstreifen rechts und links neben der Schlitzdüse wird mit Fugenband abgedichtet, um zu vermeiden, daß die eingeflutete Luft nicht gleich wieder unverrichteter Dinge durch die Dehnfuge entweicht.
 
Das Fugenkreuzverfahren
 
Das Fugenkreuzverfahren stellt eine weitere technische Möglichkeit zur Erhaltung der Oberbeläge und kommt speziell dort zum Einsatz, wo Fliesen oder Kacheln aus unterschiedlichen Gründen nicht entfernt oder zerstört werden dürfen. Je nach vorhandener Fugenstärke werden 3-5 mm-Bohrungen ins Fugenkreuz der Fliesen gesetzt, um sich so Zugang zum Dämmbereich zu verschaffen.über ein Fugenkreuzverteiler wird die trockene Luft in die geschaffenen Kernlochöffnungen eingebracht. Für Räumlichkeiten bis zu 10 Quadratmeter genügt die Installation eines Fugenkreuzes mit 12 Anschlüssen, bei Räumen bis zu 20 Quadratmeter wird auf 2 Fugenkreuze mit insgesamt 24 Anschlüssen zurückgegriffen. Die Technik des Fugenkreuzes erweist sich dann von besonderem Vorteil, wenn Ersatzfliesen nicht mehr vorhanden sind und eine Beschädigung nach dieser Trocknungsmethode aus-geschlossen werden kann. Die ins Fugenkreuz der Fliese gesetzten Öffnungen werden nach vollzogener Trocknung wieder ordnungsgemäß verschlossen.
 
Sonderfall Holzbalken-Deckenkonstruktionen und abgehängte Decken
 
Die Effektivität des beschriebenen Verfahrens wird im besonderen Maße deutlich bei der Trocknung feuchtegeschädigter Holzbalken-Deckenkonstruktionen. Derartige Deckenkon-struktionen sind genauso zu trocknen wie sämtliche Hohlräume und Dämmschichten anderweitig. Der Hohlraum zwischen zwei Balken wird technisch als ein Raum betrachtet, mit der Konsequenz, daß zwischen zwei Holzbalken eine Einflutstelle geschaffen wird. In der Regel kann auf eine Austrittsöffnung verzichtet werden, da Holzbalkendeckenkonstruktionen sehr atmungsaktiv ausgelegt sind. Für den Fall, in dem wir es mit einer abgehängten Decke zu tun haben, gilt es, diese ebenfalls zu hinterlüften. Wer Feuchtigkeit in Holzbalkendecken geringschätzige Beachtung schenkt und dagegen nichts unternimmt, hat Folgeschäden wie Schwammbildung und Schimmelpilz garantiert vorprogrammiert. Die Austrocknungstechnik erweist sich als eine äußerst wirtschaftliche Methode, solchen Folgeschäden durch eine rechtzeitig und ordnungsgemäß durchgeführte Austrocknungsmaßnahme wirksam entgegenzuwirken.
 
Sonderfall Gußasphaltestriche
 
Selbst die technisch schwierige Austrocknung von Gusssphaltestrichen mit Perliteschüttung stellt für die beschriebene System-Technik keinerlei Probleme dar. Bei Gussasphalt-Estrich-Konstruktionen wird im sogenannten Schieb-Zug-Verfahren gearbeitet, was wiederum bedeutet, dass auf der einen Seite des betroffenen Raumes trockene, warme Luft mittels Überdruckaggragaten eingeflutet, auf der gegenüberliegenden Seite feuchte Luft abgesaugt wird, wobei mit Rücksicht auf eine mögliche Verdichtung der Perliteschüttung im Einflutbereich und eine Verformung des Gussasphalt-Estrichs das Druckvolumen der jeweiligen Situation angepasst wird.

 

Weihnachten 2016
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